Vorwärts mit Gegenwind

28 Nov.


Newsletter November 2014

Werte Leserin, werter Leser,
viele von Ihnen freuen sich sicherlich schon auf die Zeit um die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage, auf die Gelegenheit zur Pause, zum Nachdenken und Orientieren. Im Vorfeld dazu erhalten Sie heute ein paar News und Anregungen.
Beste Grüße, Ulrich Siegrist

Ein Tipp: Mitschreiben besser als Mittippen

Mitschreiben in Meetings oder bei einem Vortrag – was ist praktischer, als die Mitschrift gleich in einen digitalen Helfer zu tippen?
Forscher der Princeton-University haben nun ein Experiment gemacht und die Effekte beim Mittippen und Mitschreiben von Hand verglichen. Das Ergebnis: wenn es nur um Fakten geht, unterscheiden sich die beiden Methoden nicht. Bei Inhalten, bei denen es um Mitdenken und Verstehen geht, schneiden handschriftliche Notizen auf Papier deutlich besser ab. Wer also verstehen möchte und sich Inhalte so auch langfristiger einprägen möchte, ist mit dem klassischen Notizblock gut beraten. (Quelle: managerseminare Heft 196, Juli 2014)

Eine Übung: TRAINING FÜRS GEHIRN

Im Sommer diesen Jahres habe ich mich für einen Lehrauftrag intensiv mit Mentaler Fitness beschäftigt. Die zunächst ernüchternde Erkenntnis: Mentale Fitness entsteht in erster Linie durch intensives Mentales Training – es gibt keine echten „Zaubertricks“.
Zum Training gehört neben vielen anderen Faktoren auch die Bereitschaft, immer wieder mal gewohnte Denkbahnen zu verlassen.
Sie wollen wissen, wie das geht? Ich habe Ihnen eine kleine Übung dazu vorbereitet. Sie kann auch helfen, um zwischen angestrengten Arbeitseinheiten die Konzentration zu fördern. Klicken Sie einfach hier.

Eine philosophische Überlegung:  WIRTSCHAFT ALS RELIGION

Walter Benjamin wurde 1892 in Berlin geboren und kann als einer der großen heimlichen Philosophen des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden. 1985 erschien sein Werk „Kapitalismus als Religion“.
„Im Kapitalismus ist eine Religion zu erblicken, d.h. der Kapitalismus dient essenziell der Befriedigung derselben Sorgen, Qualen, Unruhen, auf die ehemals die sogenannten Religionen Antwort gaben.“
Benjamin beschreibt eine strukturelle Ähnlichkeit zwischen Wirtschaft und Religion – allerdings mit dem Unterschied, dass das Erlösungsversprechen der Ökonomie nicht auf das Jenseits gerichtet, sondern im Diesseits verortet ist. Ein Versprechen, das allerdings niemals eingelöst wird: Denn die irdischen Religion Wirtschaft ist für Benjamin ein System, bei dem aus Schuld(en) nur neue Schuld entsteht, und das die Frage, wozu wir denn leben, unbeantwortet lässt.
Ob der Kapitalismus damit eine Leerstelle füllt, die durch die Säkularisierung entstanden ist? Eine Frage, die vielleicht gerade in der Weihnachtszeit bedenkenswert ist.

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