Vorwärts mit Gegenwind

26 Nov.


Die geteilte Mahlzeit

Angelockt von dem köstlichen Duft gebratener Würstchen, steuert eine Dame auf einen Stehimbiss zu. Wenige Minuten später trägt sie ihren Teller zu einem Stehtisch und stellt ihre Tasche darunter. Schnell eilt sie noch einmal zur Theke, da sie ihr Besteck vergessen hat.

Als sie zum Tisch zurückkehrt, steht dort eine junge, südländisch wirkende Frau mit einer fragwürdigen Frisur, zerrissenen Jeans und exotischer Kleidung und isst doch tatsächlich mit großem Appetit die Würstchen. Die Ältere ist etwas verwirrt, besinnt sich jedoch auf ihre Nächstenliebe und lächelt ihrer Tischnachbarin daher milde zu. Gemeinsam essen die beiden von einem Teller. 

Nach der Mahlzeit verabschiedet sich, zum Erstaunen der Barmherzigen, die junge Frau freundlich in perfektem bayerischen Dialekt. Im Gehen legt sie ein Zwei-Euro-Stück auf den Tisch, damit sich die Dame noch einen Kaffee leisten kann. Verwirrt von dem eben Erlebten will die Frau unter dem Tisch nach ihrer Handtasche greifen. Doch sie findet nichts, die Tasche ist weg! »Welch eine bodenlose Frechheit«, entsetzt sie sich, »so eine hinterhältige Göre!« Sichtlich enttäuscht, mit rasendem Puls, schaut sie sich nach der Diebin um. Doch diese ist spurlos verschwunden. 

Da fällt ihr am Nachbartisch ein Teller mit Würstchen auf, die inzwischen kalt geworden scheinen. Und was steht unter dem Tisch? Ihre Handtasche. (Aus meinem Newsletter November 2018. Quelle: Gisela Rieger, via XING)

 

++++ Eine Geschichte: Die geteilte Mahlzeit ++++

Angelockt von dem köstlichen Duft gebratener Würstchen steuert eine Dame auf einen Stehimbiss zu. Wenige Minuten später trägt sie ihren Teller zu einem Stehtisch und stellt ihre Tasche darunter. Schnell eilt sie noch einmal zur Theke, da sie ihr Besteck vergessen hat.

Als sie zum Tisch zurückkehrt, steht dort eine junge, südländisch wirkende Frau mit einer fragwürdigen Frisur, zerrissenen Jeans und exotischer Kleidung und isst doch tatsächlich mit großem Appetit die Würstchen. Die Ältere ist etwas verwirrt, besinnt sich jedoch auf ihre Nächstenliebe und lächelt ihrer Tischnachbarin daher milde zu. Gemeinsam essen die beiden von einem Teller.

Nach der Mahlzeit verabschiedet sich, zum Erstaunen der Barmherzigen, die junge Frau freundlich in perfektem bayerischen Dialekt. Im Gehen legt sie ein Zwei-Euro-Stück auf den Tisch, damit sich die Dame noch einen Kaffee leisten kann. Verwirrt von dem eben Erlebten will die Frau unter dem Tisch nach ihrer Handtasche greifen. Doch sie findet nichts, die Tasche ist weg! »Welch eine bodenlose Frechheit«, entsetzt sie sich, »so eine hinterhältige Göre!« Sichtlich enttäuscht, mit rasendem Puls, schaut sie sich nach der Diebin um. Doch diese ist spurlos verschwunden.

Da fällt ihr am Nachbartisch ein Teller mit Würstchen auf, die inzwischen kalt geworden scheinen. Und was steht unter dem Tisch? Ihre Handtasche. (Quelle: Gisela Rieger, via XING)

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